Wie fährt man am besten über nasse Straßenbahngleisen, ohne zu rutschen?

Neuer Piaggio Roller - (nass, Gleis, Sicher fahren)

6 Antworten

Also ich fahre über Schienen in einem möglichst großen spitzen Winkel (spitzer Winkel: >0° aber <90°) also wenn irgend möglich 40/45°. Im "stumpfen Winkel" (<90° und >180°) kann man nicht über Gleise fahren ;-)

Auf (nassen) Schienen oder nassem Kopfsteinpflaster fahre ich extrem "weich" (also auch extrem vorausschauend), d. h. ich beschleunige seeehr sanft, und versuche auch seeeehr sanft zu bremsen, fährt man vorausschauend, ist die Möglichkeit das zu schaffen sehr groß. In dem Moment wo ich Schienen kreuze, mache ich schlichtweg gar nichts. Ich beschleunige nicht, ich bremse nicht ich ziehe aber auch nicht die Kupplung, ich halte einfach nur meinen Gasgriff ruhig und lass sie drüber gleiten.

Bei uns gibt es eine Straße, die "ein Traum" ist: eng, viel Verkehr, viele Seitenstraßen, Straßenbahnhaltestellen etc. altes, glatt gefahrenes, unebenes Kopfsteinpflaster und Schienen ;-) Da lernt man das Kopfsteinpflaster- und "über Schienen" fahren ;-)

Ach und Liborio... noch eine Bitte: Geh mit deiner Frau nicht so hart ins Gericht, ihr tut's mehr weh als dir, ihr ist's bestimmt wahnsinnig unangenehm vielleicht sogar peinlich. Schimpf und motze nicht! Sei froh und dankbar, dass sie nur Prellungen hat (die tun ihr weh und nicht dir! Und... Prellungen können sehr lange teuflisch weh tun!). Warum ich dir das schreibe? Mir sind zwei Sätze von dir "ins Auge" gesprungen: "Nun sind wir am Diskutieren was sie schon wieder falsch gemacht hat. Es ist das dritte Mal, daß sie auf Gleisen ausrutscht und fällt." Mach ihr keine Vorwürfe! Damit machst du's nur schlimmer! Sie wird wohl eh schon bammel (vielleicht sogar Angst) haben, bei Nässe über Gleise zu fahren, mit Diskussionen und Vorhaltungen machst du's nur schlimmer und hat sie bezüglich "überqueren von Gleisen" erst mal nen "Knopf im Kopf" ist es sehr schwer, den wieder aufzulösen. Den Roller und seinen Schaden, den kann man ersetzen, ist alles mit Geld zu bezahlen (auch wenn's unpassend ist), ihre Gesundheit und Unversehrtheit - kannst du mit keinem Geld der Welt bezahlen! Nimm sie in den Arm, sag ihr "Gut, dass dir nichts schlimmeres passiert ist! (und gib nen Kuß) Den Roller, den bekommen wir wieder hin!" und lass es gut sein...


Schienen, Fahrbahnmarkierungen und Nässe sind grade in Berlin ein Problem, das  ich auch nach über 45 Jahren Fahrpraxis extrem fürchte. Ich bin früher öfter auf Fahrbahnmarkierungen, Gullydeckel und eben auf Straßenbahnschienen mit dem Motorrad und dem Fahrrad ausgerutscht. Da gibt es nichts was das Rutschen verhindert.

Ich fahre diese „Rutschbahnen“ immer in so einen kurzen Winkel, dass ich diese  schnell überquere. Auch nicht zu langsam. Fährt man schneller ist man schneller drüber und die Reifen haben wieder Grip. ---

War ich auch in der Vergangenheit ein sehr leichtsinniger und unüberlegter „Rasetotfahrer“ (Mit der Chopper!!), so habe ich bei nasser Fahrbahn schon immer Angst beim Fahren gehabt. Damit meine ich wirklich mehr als nur Respekt, sondern schon in dem Bereich der Anfänge von Angst. Deshalb fahre ich bei nasser Fahrbahn nur wenn es unbedingt sein muss. Besondere Abenteuerfahrten hat man in Berlin auf nassem Kopfsteinpflaster, das es leider noch sehr oft in Seitenstraßen gibt. Man denkt, man fährt über polierte Totenschädel mit „Glatzenpolitur“. Einfach gefährlich für Zweiräder (Egal ob mit oder ohne Motor). Gruß Bonny


Wichtig ist, wenn man mit dem Vorderrad über die Schiene fährt, das Gas nicht rauszunehmen, sonst liegt man sofort auf der Nase, man sollte sich regelrecht dazu zwingen, es stehenzulassen. Bevor das Hinterrad auf der Schiene ist kann man das Gas weich etwas zurücknehmen, man sollte sich aber darüber im klaren sein, dass das Motorrad in einer ganz ganz leichten Beschleunigung (in Schräglage, ohne Lenkimpulse zu geben) in seinem stabilsten Zustand ist, man merkt hinten zwar dass es etwas "weich" wird, der Moment ist aber gleich wieder vorbei.

Nicht Gas geben und nicht Gas wegnehmen wenn man über die Gleise fährt. Sag das deiner Frau, denn sonst hilft auch das Überfahren im stumpfen Winkel nichts. Bremsen sollte man auf den nassen Gleisen natürlich auch nicht. Bin froh, dass man wenigstens in den letzten Jahren die weißen Fahrbahnmarkierungen aufrauht und diese nicht mehr so rutschig sind wie früher. Diese Markierungen habe ich gefürchtet. Beim Verlassen des Kreisverkehrs oder beim Einbiegen in eine andere Straße ist mir das Hinterrad auf dem Zebrastreifen regelmäßig weggerutscht. Selbst das Spurwechseln war manchmal richtig haarig wenn es dabei nass war.


Entweder gar nicht oder in einem möglichst großen Winkel, ideal wären 90° und möglichst "lastfrei" darüber rollen. Also weder Bremsen noch Beschleunigen.

Nasse Schienen, Bitumenstreifen und viele weiße Fahrbahnmarkierungen sind bei Nässe ähnlich "griffig" wie Glatteis.